Informationen zur Jägerprüfung in Mecklenburg-Vorpommern

Schießprüfung:

Geschossen werden die vier Disziplinen Bockscheibe, laufender Keiler, Kipphase und Kurzwaffe. Jede Disziplin kann einmal wiederholt werden. Sollte ein Prüfling die Schießprüfung nicht bestehen, kann er trotzdem den schriftlichen und mündlich-praktischen Prüfungsteil ablegen. Der schriftlich und mündlich-praktische Prüfungsteil wird dann angerechnet, sofern die Schießprüfung innerhalb eines Jahres erfolgreich abgeschlossen wird.

  • Bockscheibe: Entfernung 100 Meter, es werden 5 Schuss „stehend angestrichen“ (angelehnt) auf die Scheibe abgegeben, maximal können 50 Punkte erreicht werden, es genügen 26 Ringtreffer zur bestandenen Disziplin.
  • Laufender Keiler: Entfernung 50 Meter, von fünf abgegebenen Schüssen reichen drei Treffer in den Ringen aus.
  • Kipphase: Entfernung 35 Meter, von 10 Hasen müssen 5 zum Kippen gebracht werden, dabei reicht jeweils ein Teil vom dreiteiligen Hasen aus. Bei den Disziplinen laufender Keiler und Kipphase wird der Voranschlag für Frauen, Männer ab 55 Jahren und behinderten Personen gestattet. Das verwendete Kaliber bei Bockscheibe und laufender Keiler ist .222 Remington, ein kleines Kaliber, das so gut wie keinen Rückschlag aufweist.
  • Kurzwaffe: Entfernung 10m, von fünf abgegebenen Schüssen reichen zwei Treffer auf der DJV Pistolenscheibe ( sechser Ring bis zehner Ring).

Jägerprüfung bestanden!

Schriftliche Prüfung:

Die schriftliche Jägerprüfung in Mecklenburg-Vorpommern besteht aus fünf Prüfungsfächern (Wildbiologie, Hundewesen & Jagdbetrieb & Brauchtum, Waffenkunde, Wildkrankheiten & Fleischhygiene, Naturschutz & Jagdrecht). In jedem Fach sind 25 Fragen zu beantworten, davon jeweils 15 Fragen zum Ankreuzen und 10 zum Ausformulieren. Bei den Ankreuzfragen gibt es immer nur eine richtige Antwortmöglichkeit. Die Ausformulierungsfragen sind mit zwei Worten bis drei Sätzen zu beantworten.
Die Prüfungsfragen sind einem bindenden Fragenkatalog für die Jägerprüfung zu entnehmen, den der Jagdschüler in Schriftform und als E- Mail, nach Anmeldung zugeschickt bekommt. In der schriftlichen Prüfung muss ein Notendurchschnitt  4,0 erreicht werden. Der Prüfling kann sich einmal die Note 5,0 erlauben. Jedoch nicht in den Fächern Waffenkunde und Wildkrankheiten/ Fleischhygiene.

Mündlich–praktische Prüfung:

Die mündlich–praktische Jägerprüfung findet in geschlossenen Räumen statt. Hierzu haben die Prüfer pro Fach Tische mit jagdlichen Gegenständen dekoriert. Im Fach Wildbiologie sind dies z.B. Abwurfstangen, Unterkiefer oder Präparate. Das Prüfungsgespräch dauert maximal 20 min. pro Fach und ist ein Einzelprüfung. Die Prüfungsfragen sind sinngemäß einem bindenden Fragenkatalog für die Jägerprüfung zu entnehmen. In der mündlich-praktischen Prüfung muss der Notendurchschnitt 4,0 erreicht werden. Der Prüfling kann sich einmal die Note 5,0 erlauben. Jedoch nicht in den Fächern Waffenkunde und Wildkrankheiten/Fleischhygiene.

Alle Prüfungsteile werden in den Räumlichkeiten der Jagdschule Sanitz abgenommen!

Die Jägerprüfung ist bundesweit anerkannt.